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Zehn Fehler, die Ihre Website jeden Tag Anfragen kosten
Die meisten Websites lokaler Betriebe sind nicht kaputt. Sie sind nur für den falschen Leser gebaut: für den Inhaber statt für den Kunden.
„Die Seite hat 4.000 € gekostet und bringt nichts.“ Diesen Satz höre ich in fast jedem zweiten Erstgespräch.
Meistens stimmt der zweite Teil und der erste ist zu niedrig gegriffen. Und fast immer liegt es nicht an Technik oder Gestaltung. Es liegt daran, dass die Seite für den Falschen gebaut wurde.
1. Die Seite hat kein Ziel
Fragen Sie sich, was ein Besucher tun soll. Anrufen? Ein Formular ausfüllen? Einen Termin buchen? Sich bewerben?
Wenn die Antwort „alles davon“ lautet, passiert nichts davon. Eine Seite mit einem klaren Ziel schlägt eine Seite mit fünf.
2. Sie erzählt von Ihnen statt vom Kunden
„Seit 1983 stehen wir für Qualität und Zuverlässigkeit.“ Das steht auf sehr vielen Startseiten und es steht dort meistens ganz oben.
Der Besucher hat aber ein Problem. Sein Bad ist alt, seine Heizung tropft, sein Zählerschrank muss getauscht werden. Er sucht jemanden, der genau das macht, und er entscheidet in wenigen Sekunden, ob er richtig ist.
Zuerst das Problem des Kunden, dann Ihre Leistung, dann Ihre Geschichte. In dieser Reihenfolge, nicht umgekehrt.
3. Man erfährt nicht, wo Sie arbeiten
Erstaunlich viele Websites lokaler Betriebe nennen keinen Ort außer im Impressum. Damit fällt für Google und für den Leser die wichtigste Information weg.
Ort in den Seitentitel, Ort in die erste Überschrift, Einzugsgebiet auf die Kontaktseite. Wie Sie die richtigen Ortsbegriffe finden, steht in Lokale Keywords.
4. Die Telefonnummer ist versteckt
Bei lokalen Betrieben ist der Anruf der häufigste Weg zur Anfrage, nicht das Formular. Trotzdem steht die Nummer oft nur im Impressum oder als Bild, das man nicht antippen kann.
Die Nummer gehört sichtbar oben auf jede Seite, als anklickbarer Link. Auf dem Telefon soll ein Tippen genügen.
5. Auf dem Handy ist sie mühsam
Der größere Teil der lokalen Suchen passiert unterwegs. Wenn dabei die Schrift zu klein ist, das Menü hakt oder Buttons zu eng beieinanderliegen, ist der Besucher weg.
Machen Sie den einfachsten Test, den es gibt: Nehmen Sie Ihr eigenes Telefon und versuchen Sie, sich selbst eine Anfrage zu schicken. Was Sie dabei nervt, nervt jeden.
6. Sie lädt zu langsam
Ladezeit entscheidet, ob jemand überhaupt ankommt. Eine Untersuchung von Google aus dem Jahr 2017 kam zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der mobilen Besucher abspringt, wenn eine Seite länger als drei Sekunden braucht.
Die häufigste Ursache bei kleinen Websites ist banal: Fotos, die direkt aus der Kamera hochgeladen wurden, mit vier Megabyte pro Bild. Verkleinern hilft mehr als jede technische Feinarbeit. Prüfen können Sie das kostenlos mit Google PageSpeed Insights.
7. Es gibt keinen Beleg
Sie schreiben, dass Sie gut sind. Das schreiben alle. Ein Besucher glaubt es erst, wenn es jemand anderes sagt.
Was hilft: echte Kundenstimmen mit Namen, Fotos von tatsächlich abgeschlossenen Arbeiten, die Zahl Ihrer Google-Bewertungen. Was nicht hilft: Stockfotos von lächelnden Menschen, die nicht in Ihrem Betrieb arbeiten. Wie Sie an echte Bewertungen kommen, steht in Bewertungen als Beleg auf der Seite.
8. Die Handlungsaufforderung ist eine Höflichkeitsfloskel
„Kontaktieren Sie uns gerne“ ist keine Aufforderung, das ist ein Satzende.
Konkret wird es so: „Rufen Sie an, ich gehe selbst ran“ oder „15-Minuten-Termin buchen“ oder „Foto vom Zählerschrank schicken, Sie bekommen die Einschätzung am selben Tag“. Sagen Sie, was passiert, wenn jemand klickt.
9. Das Formular fragt zu viel
Neun Pflichtfelder für eine erste Anfrage sind acht zu viel. Name, Telefonnummer, ein Freitextfeld. Alles Weitere klären Sie im Gespräch.
Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen, und keine dieser Angaben ist so wertvoll wie die Anfrage selbst.
10. Nach dem Livegang passiert nichts mehr
Eine Website ist kein Projekt mit Abnahmedatum. Preise ändern sich, Leistungen kommen dazu, Mitarbeiter gehen, Öffnungszeiten verschieben sich.
Eine Seite, auf der noch das Team von 2019 steht, sagt dem Besucher etwas über Ihren Betrieb, und zwar nichts Gutes. Zweimal im Jahr eine Stunde reicht meistens. Eine Vorlage dafür ist Der Online-Frühjahrsputz.
Was Sie in der nächsten Stunde tun können
1. Öffnen Sie Ihre Startseite auf dem Handy und lesen Sie die ersten drei Zeilen. Steht dort, was Sie für wen und wo machen?
2. Zählen Sie, wie viele Klicks bis zur Telefonnummer nötig sind. Bei mehr als null haben Sie eine Aufgabe.
3. Prüfen Sie die Ladezeit mit Google PageSpeed Insights.
4. Schicken Sie sich selbst eine Anfrage über Ihr eigenes Formular.
5. Zählen Sie die Pflichtfelder und streichen Sie alles außer Name, Telefon und Nachricht.
Wenn Sie systematischer vorgehen wollen, arbeiten Sie Der Website-Check durch.
Wo ich dabei helfe
Die fünf Punkte oben können Sie selbst prüfen, und Sie sollten es tun, bevor Sie Geld ausgeben. Vieles davon ist an einem Nachmittag behoben.
Meine Arbeit beginnt dort, wo eine Seite grundsätzlich falsch aufgebaut ist. Dann ist Reparieren teurer als Neubauen. Ob das bei Ihnen so ist, sagt Ihnen der Wettbewerbs-Check für 390 €, und zwar bevor Sie sich für eine Richtung entscheiden.
Fangen Sie mit dem Handy an. Fünf Minuten mit Ihrer eigenen Seite auf dem eigenen Telefon zeigen mehr als jedes Angebot.