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bxm – benning crossmedia

· 5 Min. Lesezeit

Online-Frühjahrsputz: ein Vormittag, sechs Stellen

Ihre digitalen Angaben veralten leise. Niemand meldet sich, um zu sagen, dass etwas falsch ist. Sechs Stellen, die Sie zweimal im Jahr durchgehen sollten.


Ihre Website läuft seit Monaten unverändert. Im Google-Profil stehen noch die Öffnungszeiten von vor der Umstellung. Auf Facebook war zuletzt im Herbst etwas los.

Das ist der Normalfall bei lokalen Betrieben, und es ist kein Zeichen von Nachlässigkeit. Der Alltag gewinnt. Termine, Kunden, Papierkram.

Das Unangenehme daran: Es meldet sich niemand. Kein Kunde ruft an, um zu sagen, dass Ihre Öffnungszeiten falsch sind. Er fährt hin, steht vor einer verschlossenen Tür und geht zum Nächsten. Der Schaden ist unsichtbar, weil er aus Anfragen besteht, die nie ankommen.

Deshalb braucht diese Prüfung einen festen Termin. Zweimal im Jahr, ein Vormittag, sechs Stellen.

1. Öffnungszeiten und Erreichbarkeit

Prüfen Sie an drei Orten, ob dasselbe steht: auf Ihrer Website, in Ihrem Google-Unternehmensprofil und in Ihren Social-Media-Profilen.

Tragen Sie gleich die Feiertage für die nächsten sechs Monate ein. Google fragt vorher nach, und wer nicht antwortet, bekommt bei den Nutzern einen Warnhinweis eingeblendet.

Prüfen Sie außerdem die Nummer, die überall steht. Ist es noch die, die klingelt?

2. Was auf der Website nicht mehr stimmt

Gehen Sie Ihre Seiten durch und suchen Sie nach Vergangenem.

Preise, die überholt sind. Mitarbeiter, die gegangen sind. Leistungen, die Sie nicht mehr anbieten. Eine Jahreszahl im Fußbereich, die zwei Jahre zurückliegt. Verweise auf Aktionen, die längst gelaufen sind.

Testen Sie dabei Ihr Kontaktformular, indem Sie es selbst absenden. Formulare gehen bei Anbieterwechseln regelmäßig kaputt, ohne dass es auffällt. Der Betrieb wundert sich monatelang über wenige Anfragen. Wenn Sie gründlicher vorgehen wollen, nehmen Sie Der Website-Check.

3. Das Google-Unternehmensprofil

Das ist die Stelle mit der größten Wirkung je Minute. Prüfen Sie die Hauptkategorie, die eingetragenen Leistungen, die Fotos und den hinterlegten Link.

Laden Sie bei der Gelegenheit fünf neue Bilder hoch. Ein Profil, in dem sich etwas bewegt, wirkt anders als eines, das seit vier Jahren dieselben drei Aufnahmen zeigt. Was im Einzelnen dazugehört, steht in Bilder und Kategorie im Profil pflegen.

4. Die Einträge, die Sie vergessen haben

Suchen Sie in einem privaten Browserfenster nach Ihrer Telefonnummer in Anführungszeichen und nach Ihrem Firmennamen plus Ort.

Sie werden Einträge finden, von denen Sie nichts wussten. Bei Betrieben, die umgezogen sind oder die Nummer gewechselt haben, steht dort regelmäßig noch die alte Angabe. Warum das auch auf Ihre Platzierung bei Google durchschlägt, steht in Ein Umzug, 41 Verzeichnisse.

5. Die Social-Media-Profile

Links prüfen, Kontaktdaten prüfen, Impressumslink prüfen.

Und dann den Posteingang öffnen, auch den Ordner mit den angeforderten Nachrichten, den kaum jemand kennt. Dort liegen bei vielen Betrieben unbeantwortete Anfragen. Der ausführliche Durchgang steht in Social-Media-Profile prüfen.

6. Die Zahlen notieren

Zum Schluss schreiben Sie vier Werte aus Ihrem Google-Profil auf: Profilaufrufe, Klicks auf die Rufnummer, Routenanfragen, Websiteklicks. (Google zählt dort Klicks auf den Anrufknopf, nicht zustande gekommene Gespräche.)

Diese Zahlen kosten nichts und liegen bereits da. Beim ersten Mal sagen sie Ihnen wenig. Beim zweiten Mal, ein halbes Jahr später, sagen sie Ihnen, ob Ihre Arbeit gewirkt hat. Das ist der einzige Weg, diese Frage zu beantworten, ohne zu raten. Wie Sie dasselbe für Ihre Anfragen tun, steht in Woher kommen Ihre Kunden?.

Der Ablauf für den Vormittag

1. Öffnungszeiten an drei Stellen abgleichen, Feiertage eintragen. 20 Minuten.

2. Website nach Veraltetem durchgehen, Formular testen. 45 Minuten.

3. Google-Profil prüfen, fünf Fotos hochladen. 30 Minuten.

4. Nach alten Einträgen suchen, Fehler notieren. 20 Minuten.

5. Social-Media-Profile prüfen, Postfächer leeren. 20 Minuten.

6. Vier Zahlen notieren, Termin in sechs Monaten setzen. 5 Minuten.

Zusammen sind das gut zwei Stunden. Der teuerste Fund ist erfahrungsgemäß Punkt 2 oder Punkt 5, also ein kaputtes Formular oder unbeantwortete Nachrichten.

Wo ich dabei helfe

Diese zwei Stunden sollten Sie selbst investieren, mindestens beim ersten Mal. Danach wissen Sie, wo Ihre wunden Punkte liegen, und das ist mehr wert als jede Auswertung von außen.

Was ich übernehme, ist der Teil, der nie fertig wird. Verzeichniseinträge veralten laufend nach, weil Datensammler voneinander abschreiben. Das prüft lokalsync360 fortlaufend gegen 41 Verzeichnisse, für 99 € im Monat. Und wenn Sie wissen wollen, wie Ihr Auftritt neben den drei Betrieben aussieht, die vor Ihnen stehen, ist das der Wettbewerbs-Check für 390 €.

Setzen Sie zuerst den Termin. Ohne Termin im Kalender findet dieser Vormittag nicht statt, und das ist der eigentliche Grund, warum die Angaben veralten.

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