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bxm – benning crossmedia

· 7 Min. Lesezeit

Das Google-Unternehmensprofil: die Anzeige, die nichts kostet

Kein anderer Eintrag bringt lokalen Betrieben so viele Anfragen je investierter Stunde. Bei den meisten steht er seit Jahren unangetastet da.


Wenn jemand in Neuss nach Ihrem Gewerk sucht, sieht er zuerst drei Einträge mit Karte. Erst darunter beginnen die normalen Suchergebnisse. Dieser Kasten heißt Local Pack, er hat genau drei Plätze, und wer dort steht, bekommt den Anruf.

Diese drei Plätze werden nicht über Ihre Website vergeben, sondern über Ihr Google-Unternehmensprofil. Das ist der Eintrag mit Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos und Bewertungen. Er kostet nichts. Bei den meisten Betrieben, die ich mir ansehe, wurde er einmal angelegt und danach nie wieder geöffnet.

Wonach Google die drei Plätze vergibt

Google nennt die Kriterien selbst, und es sind drei.

Relevanz. Passt Ihr Eintrag zu dem, was gesucht wurde? Das entscheidet sich an der gewählten Kategorie, an den hinterlegten Leistungen und an der Beschreibung.

Entfernung. Wie weit ist Ihr Standort vom Suchenden entfernt? Daran können Sie nichts ändern. Es erklärt aber, warum Sie in Neuss auf Platz zwei stehen und in Dormagen gar nicht auftauchen.

Bekanntheit. Wie präsent ist Ihr Betrieb sonst im Netz? Hier zählen Bewertungen, Erwähnungen und Einträge in anderen Verzeichnissen.

Zwei von drei Kriterien können Sie beeinflussen. Genau das tun die wenigsten.

Die Kategorie ist die wichtigste Einstellung im ganzen Profil

Wenn Sie an einer einzigen Stelle etwas ändern, dann hier. Die Hauptkategorie entscheidet, bei welchen Suchen Sie überhaupt in Frage kommen.

Ein Betrieb, der Bäder saniert, aber als „Bauunternehmen“ eingetragen ist, erscheint bei „Bad sanieren Neuss“ nicht. Er ist nicht schlechter platziert, er ist nicht dabei. Die Hauptkategorie muss die Leistung treffen, mit der Sie Ihr Geld verdienen. Nebenkategorien können Sie zusätzlich vergeben, und Sie sollten es tun.

Prüfen Sie außerdem, welche Kategorie Ihre drei sichtbarsten Wettbewerber gewählt haben. Das steht offen in deren Profil.

Was sonst gepflegt gehört

Name, Adresse und Telefonnummer. Genau so geschrieben wie auf Ihrer Website und auf Ihren Rechnungen. „Str.“ hier und „Straße“ dort ist bereits ein Unterschied. Warum das über den einen Eintrag hinaus wichtig ist, steht in Ein Umzug, 41 Verzeichnisse.

Öffnungszeiten, auch die an Feiertagen. Google fragt vor Feiertagen aktiv nach. Wer nicht antwortet, bekommt bei den Nutzern den Hinweis „Öffnungszeiten könnten abweichen“ eingeblendet. Das kostet Anrufe.

Leistungen einzeln eintragen. Es gibt ein Feld dafür. Jede Leistung, die Sie anbieten, gehört einzeln hinein, mit ein bis zwei Sätzen Beschreibung. Die Begriffe dafür finden Sie so, wie in Lokale Keywords beschrieben.

Fotos, und zwar echte. Der Firmenwagen vor einer Baustelle, die Werkstatt, das Team. Keine Stockbilder. Nutzer erkennen den Unterschied sofort, und ein gekauftes Bild von lächelnden Menschen in weißen Hemden sagt über Ihren Betrieb nichts aus.

Der Link auf die passende Unterseite. Wenn Sie eine Seite zu „Bad sanieren Neuss“ haben, darf der Profil-Link dorthin führen und nicht auf die Startseite.

Beiträge: der Teil, den fast niemand nutzt

Im Profil können Sie Beiträge veröffentlichen, ähnlich wie in einem sozialen Netzwerk. Sie erscheinen direkt im Eintrag und laufen nach einiger Zeit ab.

Das ist kein großes Kommunikationsprogramm. Ein Beitrag im Monat genügt: eine abgeschlossene Baustelle, eine neue Leistung, eine Änderung der Öffnungszeiten im Sommer. Es dauert zehn Minuten und Ihr Eintrag wirkt lebendig statt verlassen.

Bewertungen sind der Hebel mit der größten Wirkung

Von den drei Kriterien ist Bekanntheit dasjenige, das Sie am stärksten in der Hand haben, und Bewertungen sind der größte Einzelposten darin. Sie wirken doppelt: auf die Platzierung und auf die Entscheidung des Menschen, der Ihren Eintrag liest.

Wie Sie systematisch an Bewertungen kommen, ohne aufdringlich zu werden, steht in Bewertungen systematisch einsammeln.

Die Statistik, die schon da liegt

Unter „Leistung“ zeigt Ihnen Google kostenlos, wie oft Ihr Profil aufgerufen wurde, wie oft jemand auf Ihre Nummer getippt hat, wie oft eine Route angefragt wurde und mit welchen Suchbegriffen die Leute gekommen sind.

Das sind belastbare Zahlen über Ihre Sichtbarkeit, und sie kosten nichts. Kaum ein Betrieb kennt sie. Notieren Sie sich die vier Werte einmal im Monat. Nach einem halben Jahr wissen Sie, ob Ihre Arbeit wirkt.

Was Sie in der nächsten Stunde tun können

1. Kategorie prüfen. Trifft die Hauptkategorie die Leistung, mit der Sie Ihr Geld verdienen?

2. Name, Adresse, Telefon Zeichen für Zeichen mit der Website abgleichen.

3. Feiertagszeiten für die nächsten sechs Monate eintragen.

4. Fünf echte Fotos hochladen. Handy genügt, Tageslicht hilft.

5. Alle Leistungen einzeln eintragen, mit je zwei Sätzen.

6. Die vier Statistikwerte notieren, damit Sie in drei Monaten vergleichen können.

Wo ich dabei helfe

Diese Stunde sollten Sie selbst investieren. Sie kennen Ihre Leistungen, Ihre Feiertage und Ihre Fotos besser als jeder Dienstleister.

Meine Arbeit fängt dort an, wo es nicht bei einem Eintrag bleibt. Ihre Daten stehen nicht nur bei Google, sondern in 41 Verzeichnissen, und dort veralten sie unbemerkt. Genau das übernimmt lokalsync360 für 99 € im Monat. Was danach dort steht, stimmt.

Fangen Sie mit der Kategorie an. Sie ist in zwei Minuten geändert und entscheidet, ob Sie überhaupt zur Auswahl gehören.

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