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bxm – benning crossmedia

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Girls' Day: ein Vormittag Werkstatt gegen acht Monate Suche

Der günstigste Weg, Nachwuchs kennenzulernen, kostet einen Vormittag im April. Die meisten Betriebe machen nicht mit, weil sie an ein großes Event denken.


Der Girls’ Day findet jedes Jahr am vierten Donnerstag im April statt. Schülerinnen sehen sich an diesem Tag Berufe an, in denen bisher wenige Frauen arbeiten. Handwerk, Technik, IT, Naturwissenschaften.

Für einen Betrieb, der Nachwuchs sucht, ist das der Tag, an dem die Zielgruppe von sich aus vor der Tür steht. Trotzdem machen die wenigsten mit. Der Grund ist fast immer derselbe: Man stellt sich ein Event vor, für das die Zeit fehlt.

Was tatsächlich verlangt wird

Sie brauchen kein Programm und keine Broschüre. Sie brauchen einen Vormittag und jemanden, der erklären kann, was er tut.

Ein realistischer Ablauf sieht so aus. Vier Schülerinnen kommen um neun. Rundgang durch die Werkstatt, zwanzig Minuten. Danach eine Sache selbst machen: ein Rohr pressen, eine Steckdose anschließen, eine Verbindung löten, ein Stück Blech kanten. Gegen halb eins sind sie wieder weg.

Das ist alles. Der Aufwand liegt bei einem Vormittag, an dem ein Mitarbeiter nicht auf der Baustelle ist.

Warum sich das für einen kleinen Betrieb lohnt

Sie erreichen Menschen, bevor sie sich entschieden haben. Eine Stellenanzeige spricht Leute an, die bereits im Beruf sind. Der Girls’ Day spricht Leute an, die noch wählen. Das ist ein anderer Markt und dort ist weniger Wettbewerb.

Sie erreichen die Hälfte, die Sie sonst nicht erreichen. In vielen Gewerken bewerben sich fast ausschließlich junge Männer. Nicht weil junge Frauen kein Interesse hätten, sondern weil sie den Beruf nie von innen gesehen haben.

Sie bekommen Material für das ganze Jahr. Vier Schülerinnen in Ihrer Werkstatt ergeben Fotos, mit denen Sie zwölf Monate arbeiten können. Auf der Karriereseite, im Google-Profil, in der nächsten Anzeige. Warum das mehr wirkt als jede Formulierung, steht in Der Arbeitsplatz ist Ihr stärkstes Argument.

Sie sprechen mit den Eltern mit. Bei der Berufswahl reden die Eltern mit. Wer den Betrieb kennt, in dem sein Kind einen Vormittag verbracht hat, argumentiert anders als jemand, der nur einen Namen hört.

Es kostet fast nichts. Ein Vormittag Arbeitszeit gegen acht Monate erfolglose Suche ist eine leichte Rechnung.

Was Sie dafür vorbereiten müssen

Ein Datum und eine Uhrzeit. Der vierte Donnerstag im April, vier Stunden reichen.

Die Anmeldung auf dem offiziellen Girls’-Day-Radar. Dort suchen Schülerinnen und Lehrkräfte nach Angeboten in der Nähe. Ohne Eintrag findet Sie niemand.

Eine Sache zum Selbermachen. Nicht zuschauen, sondern anfassen. Das ist der Unterschied zwischen einem netten Vormittag und einer Erinnerung.

Jemanden, der es erklärt. Am besten der jüngste Mitarbeiter oder der Azubi. Der Abstand ist kleiner und der Ton stimmt eher.

Sicherheit. Schutzbrille, Handschuhe, Einweisung. Erwachsenenaufsicht durchgehend. Klären Sie Versicherungsfragen vorher mit Ihrer Berufsgenossenschaft, das ist ein Anruf.

Ein Telefon für Fotos. Vorher fragen, ob Aufnahmen und Veröffentlichung in Ordnung sind, bei Minderjährigen bei den Eltern. Ohne Einwilligung keine Veröffentlichung.

Was danach passieren sollte

Der Fehler, den fast alle machen: Der Tag ist vorbei und damit erledigt.

Am selben Tag einen Beitrag veröffentlichen. Zwei Fotos, drei Sätze, in Ihre Kanäle und ins Google-Unternehmensprofil.

Der Schule eine kurze Rückmeldung schicken. Schulen merken sich Betriebe, die zuverlässig sind, und melden im nächsten Jahr wieder Schülerinnen an.

Die Kontaktdaten behalten. Wer Interesse gezeigt hat, bekommt im Herbst eine Nachricht, wenn die Bewerbungsphase für Ausbildungsplätze beginnt.

Die Bilder weiterverwenden. Auf der Karriereseite, in der nächsten Stellenanzeige, im Profil.

Zwischen einem Vormittag, der verpufft, und einem, aus dem eine Bewerbung wird, liegen diese vier Schritte.

Was Sie jetzt tun können

1. Den vierten Donnerstag im April eintragen.

2. Auf dem Girls’-Day-Radar anmelden, sobald die Anmeldung öffnet.

3. Eine Tätigkeit festlegen, die eine Schülerin in zwanzig Minuten selbst schafft.

4. Einen Mitarbeiter benennen, der führt.

5. Bei der Berufsgenossenschaft anrufen und Versicherung und Aufsicht klären.

6. Zwei Schulen in Ihrer Nähe anschreiben und Ihr Angebot nennen.

Wo ich dabei helfe

Den Vormittag selbst müssen Sie machen. Er wirkt nur, weil er echt ist.

Was ich übernehme: die Anmeldung schreiben, den Beitrag und die Bilder aufbereiten, die Nachverfolgung planen, damit aus dem Tag im Herbst eine Bewerbung wird. Das ist Teil der Betreuung ab Stufe 3.

Tragen Sie zuerst das Datum ein. Alles andere ist ein Anruf und zwei E-Mails.

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